Baugruben & Pfahlgründungen

2.620 Pfähle für Autobahndeckel in Hamburg-Stellingen.



Im Verlauf der Autobahn A7 sind drei Lärmschutztunnel auf Ham-
burger Stadtgebiet geplant. Dadurch sollen die Stadtteile Schnelsen, Stellingen, Othmarschen und Bahrenfeld wieder „zusammenwach-
sen“ und die Anwohner vor Straßenlärm geschützt werden. Die Auto-
bahn wird dabei auf acht Spuren erweitert, so dass der Verkehr
besser fließen wird. Die öffentliche Ausschreibung der DEGES für den 1970 m langen Abschnitt Stellingen konnte die Bietergemeinschaft FRANKI / Hochtief Infrastructure GmbH gewinnen. Entgegen der ursprünglichen Planung mit mantelverpressten Großbohrpfählen
(d = 120 cm) wird der FRANKI Sondervorschlag mit Teilverdrängungs-
bohrpfählen ausgeführt. Nach dem offiziellen Start am 29. April 2016 mit einem symbolischen Knopfdruck durch den Bundesverkehrs-
minister startete FRANKI im Februar 2017 mit der Pfahlgründung. Im Bereich des 900 m langen Tunnelabschnittes stehen Sande und Geschiebemergel in wechselnde Schichtstärken und Höhenlagen an. Die Pfähle werden in den Sanden abgesetzt. Um die Einbindelänge in die Sande zu optimieren, wurden vorab mehrere statische Probe-
belastungen ausgeführt. Hieraus resultierend ergab sich eine Mindesteinbindetiefe von einem Meter in die tragfähigen Sande.

Tiefgegründet wird der sogenannte Deckel in Stellingen mit insge-
samt 2.583 Pfählen. Um schon im Bauzustand Horizontallasten aufnehmen zu können, werden die Pfähle geneigt hergestellt. Eine besondere Herausforderung bestand während der Ausführung in der Baustellenlogistik und Arbeitssicherheit. Auf der gesperrten Fahrbahn waren neben dem Baustellenverkehr auch die Tätigkeiten anderer Gewerke bzw. Nachunternehmer zu berücksichtigen. Aber auch der Autobahnverkehr mit einem Abstand von nur zwei Metern vor dem Gerät war kein Tagesgeschäft. Im Juli 2017 konnten wir die Arbeiten an der Fahrbahn in Richtung Norden unfallfrei und pünktlich been-
den. Nächstes Jahr kommen wir zurück, wenn der Verkehr durch den ersten Tunnelabschnitt geleitet wird und die Pfahlgründung für die gegenüberliegende Fahrbahn herzustellen ist. Aufgrund eines Dükers und einer Bestandsbrücke wurden einige Großbohrpfähle unter beschränkter Arbeitshöhe hergestellt.


Leistungen 1. Bauabschnitt:
1.300 Teilverdrängungsbohrpfähle, d = 78 cm,
    Nd ≤ 2.811 kN, L ≤ 14,0 m
7 statische Probebelastungen
150 m² gepresste Spundwand
37 Großbohrpfähle, d = 120 cm, L ≤ 8,0 m

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Vertriebsleiter: Michael Lampe
Tel.: 04105 869-245
mlampe[at]franki.de





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