Baugruben & Pfahlgründungen

Firmenzentrale Marquard & Bahls AG,
Baufeld 65, Hamburg HafenCity

Mit der Marquard & Bahls AG siedelt sich ein weiteres Großunter-
nehmen in der HafenCity an und zieht mit seiner Unternehmens-
zentrale ans Wasser. Der Neubau der im internationalen Mineralöl-
und Energiegeschäft tätigen Hamburger Firma ist ein markantes
Gebäude in großstädtischer Tradition und wird Platz für 700 Mit-
arbeiter bieten. Der Entwurf öffnet sich aber auch umfassend dem
Stadtraum: Zum Brooktorhafen entsteht ein großzügiger „Stadt-
balkon“, in den Erdgeschossen entlang der Shanghaiallee werden
Einzelhandel und Gastronomie angesiedelt. Das Gebäude soll
dem Nachhaltigkeitsstandard des HafenCity-Umweltzeichens in
Gold entsprechen.

Voraussetzungen und Ausführung
Neben der Herstellung einer Baugrubenumschließung mittels über-
schnittener Bohrpfahlwand und gerüttelter rückverankerter Spundwand,
den notwendigen Bodenaushubarbeiten und der Herstellung einer Tief-
gründung im Baufeld waren auch die Betonarbeiten zur Herstellung
der beiden Untergeschosse Bestandteil der Ausschreibung.
Mit großem Interesse haben wir in Bietergemeinschaft mit der HTG Gadebusch GmbH an der Ausschreibung teilgenommen und den Auftrag für die anspruchsvollen Arbeiten im Dezember 2013 erhalten.

Das Baufeld wurde uns am 06.01.2014 übergeben und die Arbeiten zur Erlangung der
Kampfmittelfreigabe im Verbautrassenbereich konnten aufgenommen werden. Neben der
Herausforderung von großen Altfundamenten einer alten Zollanlage im Baugrund und dem
Einsatz von Archäologen bei der Beurteilung von zu erwartenden historischen Festungs-
anlagen, musste im Zuge unserer Bauaktivitäten auch die Umsiedlung von Muscheln aus
dem Brooktorhafen organisiert werden. Am 16.05.2014 hat unter Mitwirkung von Ober-
bürgermeister Olaf Scholz die Grundsteinlegung für das Objekt stattgefunden.


Neben den Arbeiten von Land wurden die
Spundwand zum Brooktorhafen vom
Ponton aus eingerüttelt und die Daueranker
von einem Hängegerüst aus hergestellt. Die
Verdrängungsbohrpfähle wurden von der
KC-Ramme ausgeführt.

Die Übergabe an unseren ARGE-Partner
HTG Gadebusch GmbH erfolgte Ende Juni,
sodass seitdem die Rohbauarbeiten laufen.
Da die Bohrpfahlwand im weiteren Verlauf
der Arbeiten gegen den Rohbau abgestützt
werden muss, wird FRANKI voraussichtlich
im September erneut tätig werden, um
diese Arbeiten auszuführen.

Ausgeführte Arbeiten:
1.810 m² Bohrpfahlwand,
d = 75 und 63 cm, L ≤ 18,0 m
1.510 m² gerüttelte Spund-
wand, Länge ≤ 22,5 m
318 Verdrängungsbohr-
pfähle, d = 61 cm,
Nk ≤ 2400 kN, L ≤ 28,0 m
17 Daueranker,
GEWI 63,5 mm,
Zk ≤ 850 kN, L ≤ 30 m
50 t Aussteifung für die
Bohrpfahlwand
15.500 m³ Abbruch
Altfundamente und Aushub
der Baugrube inkl. Fach-
gerechter Entsorgung



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