Baugruben & Pfahlgründungen

Baugrube für Helmholtz-Zentrum Berlin


Nach komplexen Planungen und umfangreichen Vorarbeiten haben nun
am Standort Adlershof – direkt am Ernst-Ruska-Ufer – die Bauarbeiten
für die neue, unterirdische Beschleunigerhalle bERLinPro begonnen.
Diese bildet den Kern der kompakten Anlage.

Eine Herausforderung stellt nicht nur die neue Beschleunigertechnolo-
gie dar: Auch die Bauarbeiten müssen spezielle Anforderungen berück-
sichtigen. Zum einen hinsichtlich des Strahlenschutzes, der ein unterir-
disches Gebäude erfordert, zum anderen hinsichtlich des hohen Grund-
wasserspiegels unter dem Gelände.


Unterirdische Halle bei hohem Grundwasserspiegel
Daher errichtet FRANKI Grundbau in Arbeitsgemeinschaft mit Keller
Grundbau die Baugrube in Trogbauweise. Das bedeutet: Eine Beton-
wanne umgibt die eigentliche Beschleunigerhalle. Pumpen halten
während der Bauphase das Wasser vom Gebäude fern. Die Trogbau-
weise ist bei schwierigem Baugrund ein besonders sicheres und um-
weltverträgliches Verfahren – denn es verhindert Auswirkungen auf
Boden und Nachbargebäude.


In der ersten Bauphase errichtet FRANKI eine 14 Meter tiefe bewehrte Schlitzwand in Zwei-Phasen-Bauweise. Diese wird durch Verankerungen in tieferen Bereichen der späteren Baugrube gesichert. Die Ankerarbeiten führt die VIT GmbH (ein Mitglied der FRANKI-Gruppe) aus. Der ARGE-Partner Keller Grundbau wird die Baugrube durch eine HDI-Sohle (für Hoch-
druckinjektion) wasserdicht von unten abschließen. Danach wird der Grundwasserspiegel auf ein für die Bauzeit erforderliches Niveau abgesenkt. Erst dann beginnt der Erdaushub für die Baugrube, deren Bodenplatte aus überlappenden Betonlinsen gefertigt wird.


14 Meter tiefe Trogbaugrube mit Zwei-Phasen-Schlitzwand
Der Baugrund besteht aus für Berlin typischen Sanden und einer nicht durchgehenden dünnen Mergelschicht, unter der zuweilen auch Findlinge lagern. Das Grundwasser steht bei etwa 2,5 Metern Tiefe an.

Die Arbeiten schreiten zügig voran. Die Übergabe an den Rohbauer ist für den Spätsommer 2015 geplant. Dann erst beginnt der Bau der Beschleunigerhalle. Zum Schutz vor Strahlung wird die Halle später mit einem etwa drei Meter hohen Erdwall bedeckt.


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Projektleiter: Jochen Rohde
Tel.: 0162-200 2457
jrohde[at]franki.de



Leistungen:
2.400 m² Schlitzwand,
d = 60 cm, L ≤ 14,0 m
1m dicke HDI Sohle,
19 temporäre Litzenanker,
Zk ≤ 570 kN, L ≤ 24,5 m
ca. 10.000 m³ Erdaushub und fachgerechte Entsorgung

Webcam
Schlitzwandbagger mit Greifer



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