Baugruben & Pfahlgründungen

Baugrube und Pfahlgründung für neue ILB-Zentrale in Potsdam


Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) baut hinter dem Hauptbahnhof in der Potsdamer Innenstadt eine neue Zentrale. Im November 2014 erhielt die Arbeitsgemeinschaft von FRANKI, KELLER
und PRB Spezialtiefbau den Zuschlag für die Gründungs- und Spezial- 
tiefbauarbeiten.
Für das neue Bankgebäude war eine 2.850 Quadratmeter große und
zehn Meter tiefe Baugrube erforderlich. Durch einstige Rinnen der an grenzenden Flüsse Havel und Nuthe ist der Baugrund extrem verwor-
fen. Die tragfähigen Sande sind zudem unterschiedlich dicht gelagert.
Da sich in auftriebssicherer Lage keine dichtenden Bodenschichten befinden, dichtete das Baustellenteam die Baugrube mit einer Dicht-
wand und einer tiefliegenden HDI-Dichtsohle ab. In die Dichtwand
stellte es Spundwände ein, die es mit temporären Ankern sicherte.

Blindgänger und 3.500 Kilogramm Sprengmittel
Wegen der alten Flussablagerungen erfolgt die Gründung nur teilweise
mit Vollverdrängungspfählen. Um die Auftriebssicherheit des Gebäudes gewährleisten zu können, setzte FRANKI dort, wo die Sande hohe Lagerungsdichten aufweisen, Teilverdrängungsbohrpfähle ein. Auf dem Baufeld zeigten sich innerhalb der Auffüllungen starke ferromagne-
tische Anomalien, die einer Kampfmittelfreigabe mittels Bohrlochson-
dierung entgegenstanden. Es war daher erforderlich, die gesamte Auffüllung unter kampfmitteltechnischer Begleitung zu entsorgen. Bei diesen Erdarbeiten kamen zwei Blindgänger mit jeweils 250 Kilogramm Einzelgewicht zum Vorschein, die noch vor Ort entschärft werden mussten. Darüber hinaus waren weitere 3.500 Kilogramm Sprengmittel
zu bergen, die allerdings andernorts entschärft werden konnten.

Grundwasserfluss wieder hergestellt
Nach Fertigstellung des Rohbaus innerhalb der Trogbaugrube waren
zwei Drittel der Spundwände aus der Dichtwand wieder zurückzu-
bauen. Darüber hinaus waren für den ungestörten Fluss des Grund-
wassers drei Fenster in der Dichtwand herzustellen. Hierzu wurden Großbohrungen auf 21 Meter Tiefe in der Dichtwandtrasse abgeteuft
und durch Kies wieder aufgefüllt. Die Übergabe der fertigen Baugrube erfolgte Mitte Juli.


Leistungen:
230 Verdrängungsbohrpfähle, d = 51 cm, Nk ≤ 2.000 kN, L ≤ 15,0 m
430 Atlaspfähle, ds/db = 41/51 cm, Nk ≤ 2.000 kN, L ≤ 15,0 m
4.500 m² Dichtwand, d = 60 cm mit eingestellter Spundwand
2.850 m² Dichtsohle
125 temporäre Litzenanker, Zk ≤ 500 kN, L ≤ 15,0 m
Wasserhaltung
70.000 m³ Erdarbeiten

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Projektleiter: Mario Prütz
Tel.: 030 4057165-15
mpruetz[at]franki.de



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