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Hamburg A7: Eröffnung Tunnel Stellingen

Am Montag, 10. Dezember 2018, wurde um kurz nach 5 Uhr die erste Röhre des neuen Tunnels Stellingen in Hamburg wie geplant in Betrieb genommen. Dies ist ein weiterer Meilenstein beim Bau der sogenannten Hamburger Deckel im Zuge der A 7.

FRANKI hatte bereits in 2017 rund 1.300 Teilverdrängungsbohrpfähle für die östliche Seite des „Deckel Stellingen“ hergestellt. Jetzt rollt der Verkehr in Richtung Norden. 2019 werden wir die Pfähle auf der Gegenfahrbahn herstellen.

 

Im Verlauf der Autobahn A7 sind drei Lärmschutztunnel auf Hamburger Stadtgebiet geplant. Dadurch sollen die Stadtteile Schnelsen, Stellingen, Othmarschen und Bahrenfeld wieder „zusammenwachsen“ und die Anwohner vor Straßenlärm geschützt werden. Die Autobahn wird dabei auf acht Spuren erweitert, so dass der Verkehr besser fließen wird.

ARGE HOCHTIEF und FRANKI

Die öffentliche Ausschreibung der DEGES für den 1.970 m langen Abschnitt Stellingen konnte die Bietergemeinschaft FRANKI / Hochtief Infrastructure GmbH gewinnen. Entgegen der ursprünglichen Planung mit mantelverpressten Großbohrpfählen (d = 120 cm) wird der FRANKI Sondervorschlag mit Teilverdrängungsbohrpfählen ausgeführt.

Sondervorschlag FRANKI

Nach dem offiziellen Start am 29. April 2016 mit einem symbolischen Knopfdruck durch den Bundesverkehrsminister startete FRANKI im Februar 2017 mit der Pfahlgründung. Im Bereich des 900 m langen Tunnelabschnittes stehen Sande und Geschiebemergel in wechselnde Schichtstärken und Höhenlagen an. Die Pfähle wurden in den Sanden abgesetzt. Um die Einbindelänge in die Sande zu optimieren, wurden vorab mehrere statische Probebelastungen ausgeführt. Hieraus resultierend ergab sich eine Mindesteinbindetiefe von einem Meter in die tragfähigen Sande.

Aufwändige Logistik

Tiefgegründet wird der sogenannte Deckel in Stellingen mit insgesamt 2.583 Pfählen. Um schon im Bauzustand Horizontallasten aufnehmen zu können, werden die Pfähle geneigt hergestellt. Eine besondere Herausforderung bestand während der Ausführung in der Baustellenlogistik und Arbeitssicherheit. Auf der gesperrten Fahrbahn waren neben dem Baustellenverkehr auch die Tätigkeiten anderer Gewerke bzw. Nachunternehmer zu berücksichtigen. Aber auch der Autobahnverkehr mit einem Abstand von nur zwei Metern vor dem Gerät war kein Tagesgeschäft. Im Juli 2017 konnten wir die Arbeiten an der Fahrbahn in Richtung Norden unfallfrei und pünktlich beenden.

2. BA beginnt 2019

Nächstes Jahr kommen wir zurück, wenn der Verkehr durch den ersten Tunnelabschnitt geleitet wird und die Pfahlgründung für die gegenüberliegende Fahrbahn herzustellen ist. Aufgrund eines Dükers und einer Bestandsbrücke wurden einige Großbohrpfähle unter beschränkter Arbeitshöhe hergestellt.